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Foto: Cora K. Hiebinger

Die Pandemie und der Lock-Down im Frühling haben uns wohl alle durchgerüttelt und rütteln noch. Die einen standen vor erzwungener Pause und plötzlichem Umsatznull, die anderen konnten sich kaum erwehren vor Arbeit und Multi-Tasking hoch drei. Die Nerven lagen blank und der globale Stresslevel ist verständlicherweise immer noch hoch.

Das Positive, das ich dem Lock-Down abgewinnen konnte, habe ich bereits im Mai-Blog beschrieben. Was es noch war, ist ein kräftiger Tritt, der dafür sorgte mich in Bewegung zu setzten.

Nicht Warten bis alles „perfekt“ passt

Einer der ersten Schritte war mich endlich dazu zu entscheiden meine Praxis aufzugeben. Eine gewisse Unzufriedenheit – aus verschiedensten Gründen – schwebte dort schon lange in der Luft. Der Blick auf den Rattenschwanz an Schritten, die daraus logischerweise resultieren würden, bremste mich jedoch immer wieder ein und so tat ich lange – Nichts. (Würden wir dieses Warten auf den „perfekten“ Zeitpunkt umlegen aufs Kinderkriegen, wären wir als Spezies vermutlich schon ausgestorben).

Es war auch wirklich nicht ganz einfach, alles aufzudröseln, auszudiskutieren, zu organisieren, und zu trennen. Aber es war offensichtlich machbar – und ist mittlerweile fast vollständig vollbracht. Und wenngleich natürlich auch etwas Wehmut mitschwang in diesem Prozess des Abschieds – ich hatte nun insgesamt seit über 10 Jahren den Luxus einer eigenen Praxis und ich liebte meinen Raum in der Mariahilfer Straße – so verspüre ich nun doch Erleichterung. Ein (großes) Projekt weniger auf meinem Tablett.

Das befreiende Gefühl Dinge loszulassen kennt vermutlich jedeR: ausmustern, egal ob nach Marie Kondo’s Vorschlägen (jedes Ding in die Hand nehmen, spüren, ob es einen noch glücklich macht) oder ganz klassisch (alles, was man seit X Jahren nicht verwendet hat, was einem nicht abgegangen ist – kann das Haus verlassen) – nicht nur meine Wohnung atmet spürbar auf, wenn ich die Masse an Dingen, die sich in ihr über die Jahre angesammelt haben, immer weiter reduziere.

Nun hat dieser Tritt, den mir der Beginn der Corona-Krise beschert hat, mich nicht nur zu diesem ersten und schon längst überfälligen Schritt bezüglich meiner Praxis geführt, sondern ein Schritt folgt nun dem nächsten.

Was es braucht ist ein erster Schritt

Das, was nötig war, war der erste Schritt. Und der war lediglich eine Entscheidung zu etwas – ohne noch einen klaren Plan zu haben, wie denn das nun funktionieren soll. Mir war nur klar – ich möchte aus dem Mietvertrag raus. Das war das, was ich wusste. Und wollte. Und seither folgen Schritte – einer nach dem anderen, manchmal auch 2 oder 3 gleichzeitig – sozusagen ein kleiner Hüpfer oder Ausfallschritt. Weil ich habe kein fixes Gerüst mit der vorgegebenen Reihenfolge der Schritte – ich weiß immer noch nur, – ok – das ist es, was ich will. Da möchte ich hin.

Und wie so oft, wenn wir uns endlich zu bewegen beginnen, kommt Bewegung in die Dinge. Obwohl mein Praxisraum ja eigentlich gewollt sehr leer war, fiel bei der Gütertrennung doch ganz schön viel an – und landete vorerst in meiner Wohnung. Und es ist nicht nur erstaunlich, wie viel in 50 m2 hineinpassen (eine Zeit lang konnte ich meine Böden nicht mehr sehen 🙂 ) – und wie rasch dann aber auch alles einen neuen Platz fand – Willhaben und Fragnebenan sei Dank! Und das Schöne ist – wenn man einmal beginnt, Dinge gehen zu lassen und sie durchaus auch zu verschenken (danke Bernhard für die Inspiration!) fällt es ganz schnell sehr leicht loszulassen.

Und je weniger Platz belegt ist, desto mehr dehnt sich dieses „Raum und Flexibilität haben wollen“ auch auf mein restliches Leben aus. Was sich schon abgezeichnet hat mit der Frage, was denn nun eigentlich wesentlich ist, was bleibt oder bleiben soll, – und auch bei der Frage – welche Dinge zu besitzen mich wirklich noch immer erfreut – wird jetzt immer noch konkreter. Weil auch wenn ich mich für Vieles interessiere, der Tag hat nun mal nur 24 Stunden. Also braucht es auch eine Reduktion der Aufgaben, der Projekt-Anzahl, die ich tagtäglich zu jonglieren suche. Weil ich keine Lust mehr habe, meinem Tag hinterher zu hecheln.

Tun um weniger zu tun

Und so ergibt sich ein scheinbares Paradoxon. Indem wir den ersten Schritt setzen, kommen wir ins Tun. Indem wir ins Tun kommen, kommt Bewegung in die Sache. Erlauben wir, nicht genau zu wissen, wie das alles nun gehen soll, ermöglichen wir uns also nun, flexibel zu sein und einfach nur zu wollen, was wir wollen, können sich Lösungen auftun, die wir selbst – würden wir alles bis ins kleinste Detail planen – gar nicht gedacht hätten. Wir geben quasi dem Universum die Chance, uns ein wenig zu helfen.

Und müssen damit weniger tun. Weil ganz vieles einfach passiert oder plötzlich kein Thema mehr ist – sich sozusagen von selbst erledigt. Und je mehr wir uns darauf fokussieren, was wir wirklich wollen und klar in der Realität sind, desto mehr wird auch klar, was realistisch gesehen möglich ist – also in unsere Tage passt – oder eben eher hineingequetscht werden muss – und damit unserem Wollen eigentlich nicht entspricht.

Und so haben wir im Endeffekt weniger „zu tun“. Und mehr Raum dafür, was uns wichtig ist, was wir wollen.

Raum haben für das, was du willst

Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich schon dort wäre, wo ich sein möchte. Auch meine Wohnung ist noch nicht dort, wo sie sein möchte :-). Aber mein Fokus ist mir sehr klar. Arbeitstechnisch ist das, mit Menschen zu arbeiten, die etwas lernen wollen und bereit sind, den Prozess der nachhaltigen Veränderung auf sich zu nehmen. Erstens, Menschen dabei zu unterstützen, ihr Wollen wieder zu finden und mehr und mehr zu der oder dem zu werden, der oder die sie sind. Zweitens, Menschen dabei zu unterstützen, ihre körperlichen Beschwerden oder Schmerzzustände positiv zu verändern und ihr Wohlbefinden wiederzuerlangen. Und mich weiter fortzubilden, um immer wieder noch passendere Werkzeuge zu haben, um diese Unterstützung bestmöglich gewährleisten zu können.

Wenn du Hilfestellung bei einem solchen Projekt möchtest ruf mich an und wir besprechen, wie ich dich dabei unterstützen kann.

 

 

 

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