+43 (0)699 1541 4053 office@corahiebinger.at

Glück kann man immer brauchen, und für ein neues Jahr, das den Inbegriff eines Neubeginns darstellt erst recht. Nicht umsonst boomt die Glücksbringer-Industrie rund um den Jahreswechsel und es gibt zahlreiche Traditionen die dafür sorgen sollen, dass das Glück einem hold bleibt: z.B. in der Nacht auf den 1. Jänner rote Wäsche zu tragen, von einem Sessel zu springen, Trauben zu essen, oder Walzer zu tanzen. Gleichzeitig gilt es, Unglück zu vermeiden: in meiner Familie wurde von meiner Großmutter überliefert, dass man in der Silvesternacht keine Wäsche aufhängen darf – und obwohl ich den ganzen Tamtam um Silvester gar nicht mag, halte ich mich nach wie vor an diese Regel. Glück alleine ist aber nicht genug für einen Neubeginn. Um gute Vorsätze umzusetzen und positive Veränderungen erfolgreich zu verwirklichen braucht es neben Glück auch eine gehörige Portion Durchhaltevermögen und Planung.

*

Falls du zu denjenigen gehörst, die den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, gute Vorsätze zu fassen – die dann häufig bereits Mitte Jänner zu verstauben beginnen: es hilft ungemein, eine klare Richtung festzulegen, um dort anzukommen, wo Du hinwillst. Deshalb ist es äußerst wichtig, bei der Zielsetzung das Ziel auch wirklich präzise zu formulieren: z.B.  ” Ich bin fit und gesund, meine Lungenkapazität ist die einer gesunden 20-jährigen” statt: “Ich rauche nicht mehr”. Oder ” Ich lebe in einer liebevollen, unterstützenden Beziehung”, statt: ” Ich bin nicht mehr alleine.”

Der nächste Schritt ist dann, den ersten Schritt zu tun. Und dann den nächsten und den nächsten. Daher ist es auch hilfreich, ein großes Ziel in kleinere Unterziele zu unterteilen, deren Erreichung Du dann auch gebührend feiern solltest. Kleinere Häppchen nehmen den Überwältigungs-Faktor aus der Gleichung. Jedes Abnehm- oder Muskelaufbau-Programm beginnt mit dem ersten halben Kilo.

Startschwierigkeiten sind oft das Todesurteil für viele Vorsätze. Vielleicht funktioniert unser erster Schritt nicht gleich und vielleicht auch der nächste und übernächste nicht und wir kommen unserem Ziel nicht näher, sondern enden im Frust. Oder wir beginnen gar nicht erst, weil der Alltag uns wieder fest im Griff hat nach den Feiertagen, oder weil unser Ziel gar nicht ist, abzunehmen, sondern die zu engen, unbequemen Kleidungsstücke gegen passende auszutauschen, und weil unser Nicht-RaucherInnen-Status von unserem Partner oder unserer Ärztin gewünscht wird, und nicht von uns selbst.

Oft vergessen wir auch, zurück zu blicken und zu überprüfen, was denn in der Vergangenheit funktioniert und was eben nicht funktioniert hat. Im Bestreben, nur ja einen Neubeginn zu erwirken und von nun an alles anders machen zu wollen übersehen wir, dass es vielleicht schon Dinge gibt, die eigentlich gut funktionieren und uns auch liegen. Dinge also, die wir behalten oder beibehalten sollten. Das Leben ist oft kein klares Alles-oder-Nichts.

Was können wir tun, damit 2018 die erwünschten Veränderungen bringt?

Energie kann bekanntlich nicht zerstört werden, nur umgewandelt. Wenn Dir in deinem normalen Alltag (sprich ab spätestens 6. Jänner) die Energie fehlt, die Umsetzung deiner Ziele in Angriff zu nehmen fehlt Dir vielleicht einfach nur der Zugang zu deiner Energie, die Dir helfen würde, den ersten Schritt zu tun. Statt unsere Energie für Anspannung, Steifigkeit oder sonstige Zustände zu verwenden, können wir sie für unsere Ziele einsetzen.

Die Beschreibung der Realität ist eines unserer wichtigsten Werkzeuge in der Körperarbeit. Wenn du z.B. selbst bemerkst und beschreiben kannst, wie genau du wirst, wenn du plötzlich gar keine Lust mehr hast, den nächsten Schritt auf dem Weg zu deinem Ziel zu gehen (sprich, die Tafel Schokolade nicht auf einen Sitz aufzuessen), dann kann dir das helfen, genau das eben nicht mehr zu tun, statt die Umstände verantwortlich zu machen. Oder du siehst, dass das Ziel sehr groß ist und du dir Unterstützung suchen musst, wenn du es erreichen willst. Auch kein Problem. Es gibt sicher jemanden, der Dir weiterhilft.

Jeder Neubeginn beinhaltet auch, etwas Altes loszulassen oder abzuschließen. Manchmal hängen wir jedoch in unserer Vergangenheit fest. Die ist aber genau das – vergangen. Vorbei. Wenn Du insgeheim noch offene Rechnungen mit jemandem hast, die im Hintergrund schwelen und die Atmosphäre oder sogar Deine Handlungen beeinflussen wird es schwierig, eine Beziehung neu zu definieren oder einen Konflikt beizulegen. Wenn Du die Realität wahrnimmst, ohne in einem automatischen Zustand festzuhängen, wirst Du bemerken, was nötig ist, um das Thema abzuschließen: eine Aktion von Dir, oder etwas, was du von deinem Gegenüber noch brauchst. Oder ob du die Sache gehen lassen kannst.

Der Jahresbeginn bietet sich an, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und das neue zu planen, sei es Vorsätze zu fassen, konkrete Ziele zu formulieren, oder sich zu überlegen, was man weitermachen und mitnehmen und was man lieber loslassen und bleiben lassen möchte. Ich selbst werde in den nächsten Tagen genau das tun, und auch die bereits angekündigten Kurse zum Thema Wollen für Frauen planen. Falls Du spezielle Wünsche an das Programm 2018 hast, schreib mir ein Mail oder einen Kommentar!

Im Jänner biete ich sowohl eine Mini-Workshop-Reihe zum Thema “Ziele – Get_it_Done” an, als auch ein individuelles “Get_it_Done” Paket mit Workshops, Training und individuellen Sitzungen.

Ich freue mich über Deinen Kommentar dazu, wie Du Deine Vorsätze umsetzt oder was dich daran hindert – Dich bei einem der Workshops persönlich zu sehen!